HSW übernimmt Aktienpaket der Deutschen Bank

19.10.2006

- Eigentümer von Senator erhöhen ihren Anteil

- Neue strategische und institutionelle Investoren

Die HSW GmbH, größter Einzelaktionär der Senator Entertainment AG (Berlin), hat sich mit der Deutschen Bank darauf verständigt, das Aktienpaket an der Senator zu übernehmen, das sich zuletzt noch im Besitz der Deutsche Bank und weiteren banknahen Finanzinvestoren befand. Die Beteiligungsgesellschaft der beiden Vorstände der Senator AG, Helge Sasse und Marco Weber, erwirbt damit weitere 4,5 Millionen Aktien sowie eine Call Option über 1,6 Mio. Aktien oder insgesamt 30 Prozent der Anteile.

Ein kleinerer Teil der übernommenen Aktien verbleibt bei der HSW. Einen großen Teil überlassen Weber und Sasse neuen strategischen und institutionellen Investoren.

„Unser Ziel war es“, so Helge Sasse, „die Volatilität aus der Zukunft der Kapitalstruktur des Unternehmens und damit auch aus der Aktie selbst zu nehmen, die durch die Deutsche Bank bestand, und bedeutende Anteilseigner mit langfristigen Interessen zu stärken“. Sasse weiter: „Unter unseren alten und neuen Investoren befinden sich sämtlich erfahrene Unternehmerpersönlichkeiten, die mit Marco Weber und mir in den nächsten Jahren einen gemeinsamen Weg gehen wollen“. Der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Middelhoff erhöhte seinen Anteil um 450.000 Stück auf 950.000 Aktien und hält nun ca. 4,75% am Unternehmen; auch sein Stellvertreter Wolf Dieter Gramatke und der frühere Bertelsmann Vorstand und Aufsichtsrat Arnold Bahlmann übernahmen einen Teil des Pakets. Größter neuer Investor ist mit gut 10% der Münchner Roland Berger, der in vier Jahrzehnten die weltweit sechstgrößte Unternehmensberatung aufbaute.

Die neue Kapitalstruktur der Senator Entertainment AG (Berlin) sieht künftig wie folgt aus:

HSW ( Sasse & Weber ) 36,85%
Roland Berger 10,02%
Weitere strategische und institutionelle Investoren 34,28%
Streubesitz 18,85%

Hintergrund

Die Senator Entertainment AG (Berlin) ist eines der führenden Medienunternehmen in Deutschland. Mit seinen Tochtergesellschaften ist es in den Geschäftsfeldern Produktion und Verleih tätig. Senator produzierte preisgekrönte Filme wie „Das Wunder von Bern“ als auch populäre Zeichentrickfilme wie "Käpt'n Blaubär", „Das kleine Arschloch“ oder "Werner - Das muß kesseln!!!". Der Senator Film Verleih wurde 1979 gegründet, sieben Jahre später folgte die Senator Film AG und 1987 die Senator Film Produktion GmbH. 2004 musste ein Insolvenzantrag für die Senator Entertainment AG wegen bilanzieller Überschuldung gestellt werden. Das Verfahren wurde im März 2006 beendet. Größte Einzelaktionäre sind der Medienmanager und Anwalt Helge Sasse und der Filmproduzent Marco Weber. Daneben sind mehrere strategische Investoren bei Senator Entertainment engagiert.

Kontakt:
Hannes Bahrmann
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